Chirurgie

Strukturierter Aus- und Weiterbildungsgang in der chirurgischen Abteilung

Ziel ist es zunächst den Assistenzärzten alle relevanten theoretischen und praktischen Inhalte der Chirurgie entsprechend den Ausbildungsanforderungen im „Common Trunk“ zu vermitteln.

Darüber hinaus wollen wir dem Allgemeinmediziner die Möglichkeit geben, die erforderlichen chirurgischen Grundfähigkeiten des täglichen Praxisbetriebes im Rahmen der fakultativen Weiterbildungszeit zu erlernen. Zur Fortführung seines Ausbildungsganges bieten wir eine unproblematische Stellenrotation z.B. in eine pädiatrische, gynäkologische oder anästhesiologische Abteilung innerhalb des Sana-Klinikverbundes an (siehe Ausbildung zum Allgemeinmediziner).

Zunächst erfolgt eine 4 bis 8-wöchige Einarbeitungszeit unter Anleitung eines Assistenz- oder Facharztes, um die chirurgischen Abteilungen (Station, Intensivstation, Notfallambulanz, OP) kennen zu lernen. Dabei werden die Prinzipien der ambulanten chirurgischen Notfallversorgung, des D-Arztwesens und der Notfallaufnahme geschult.
Es erfolgt eine Woche Freistellung in den Operationssaal zur Erlernung der Intubation unter Anleitung eines Anästhesisten.
Anschließend erfolgt die Rotation für 4 bis 8 Wochen in der Innere Abteilung um die Prinzipien der internistischen Grund- und Notfallversorgung zu erlernen. Während dieses Zeitraums erfolgen, zusammen mit erfahrenen Kollegen, die ersten Teilnahmen am Bereitschaftsdienst.

Zum Nachweis der geforderten 6-monatigen Weiterbildungszeiten auf der Intensivstation und in der Notfallambulanz existieren Wochenarbeitspläne, die den jeweiligen Einsatzbereich dokumentieren. Intensivmedizinische Fertigkeiten (Zugänge, Intubationen, Drainagen, Behandlungspläne, i.v. Gabe von Narkotika) werden während dieser Zeiten weiter vertieft.

Beim Einsatz im Operationsbereich bemühen wir uns darum, dem Auszubildenden frühzeitig Eingriffe, entsprechend seiner Fähigkeiten, zu assistieren und die Nachbehandlung eigenverantwortlich und selbstständig weiterzuführen. Die Voraussetzungen dazu sind aufgrund der Klinikgröße und des engen Facharztkontaktes gegeben.

Ausbildung findet täglich, während fester Visitenzeiten, in denen eine Falldiskussion erwünscht und gefördert wird, statt.
Dazu zählen die morgendliche Übergabevisite des Dienstarztes gemeinsam mit den internistischen Kollegen und Vorstellung der zugegangenen Notfallpatienten sowie die chirurgische Röntgenvisite mit Demonstration aller weiteren ambulanten und stationären Patienten.

Die interne Fallbesprechung wird in die Stationsvisite mit eingebracht.

Die Teilnahme an externen Fortbildungsveranstaltungen (Strahlenschutzkurs, Notarztweiterbildung, Operationskurse) wird von der Klinikleitung ausdrücklich gewünscht und gefördert (siehe Nebenverdienst).